Landtagswahlkampf: Leuschner und Schröder-Köpf gleichauf
25. Januar 2012 4 KommentareStimmengleichheit im SPD-Ortsverein Kleefeld-Heideviertel
22:22 Stimmen entfielen auf die beiden Kandidatinnen für niedersächsischen Landtag, Sigrid Leuschner und Doris Schröder-Köpf bei der Nominierung durch den SPD-Ortsverein Kleefeld-Heideviertel am 24. Januar. Nach anderthalbstündiger, intensiver Diskussion mit der derzeitigen Mandatsinhaberin Sigrid Leuschner und ihrer Herausforderin Doris Schröder-Köpf fanden die 44 anwesenden Kleefelder Sozialdemokraten zu keinem eindeutigen Votum. Damit bleibt das Rennen um die Kandidatur zum Landtag im Wahlkreis 24 (Hannover-Döhren) weiterhin offen. Am Vorabend hatte die SPD Döhren-Wülfel sich mit 38:34 Stimmen für Leuschner ausgesprochen. Nun liegt es bei den Sozialdemokraten in den Ortsvereinen Südstadt-Bult, Kirchrode-Bemerode-Wülferode und Oststadt-Zoo, welche der beiden Kandidatinnen als Favoritin in die Wahlkreiskonferenz am 21. März gehen wird. Die drei Ortsvereine vollziehen die Nominierung am 30. Januar, am 1. und am 9. Februar; eine Empfehlung hat lediglich der Vorstand in Kirchrode-Bemerode-Wülferode ausgesprochen – für Doris Schröder-Köpf.
In ihrer Vorstellung vor dem Ortsverein Kleefeld-Heideviertel hatten die beiden Kandidatinnen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, wenngleich sie in einigen der Kernthemen, voran in der Bildungs- und Ausbildungspolitik, übereinstimmten. Sigrid Leuschner hatte sich vor allem Fragen der Innenpolitik und hier insbesondere dem Kampf gegen den Rechtsextremismus sowie der Arbeitsmarktpolitik gewidmet, während Doris Schröder-Köpf den demografischen Wandel und die notwendige Auseinandersetzung mit den Problemen einer älter werdenden Gesellschaft sowie der Immobilität in einer zunehmend mobilen Gesellschaft in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen gestellt hatte.
Am Ende vermochten beide Kandidatinnen gleich viele Mitglieder von ihren Vorstellungen überzeugen, die Folge war ein Patt bei der Abstimmung, das sowohl Leuschner als auch Schröder-Köpf als Erfolg verbuchen können. Eine Empfehlung hatte der Vorstand des Ortsvereins vor der Abstimmung nicht ausgesprochen. Abschließend empfahl die Versammlung den Delegierten zur Wahlkreiskonferenz am 21. März ein Stimmensplitting, sodass jede der Kandidatinnen für die Landtagswahl im Januar 2013 mit vier Stimmen aus Kleefeld-Heideviertel rechnen können.
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4 Kommentare zu Landtagswahlkampf: Leuschner und Schröder-Köpf gleichauf
Kirch, Peter
1am 27. Januar 2012 um 18:24 Uhr
Liebe Genossen,
über die Kommentare zu unserer Wahlentscheidung bin ich doch etwas erstaunt: Bis jetzt kennt die SPD noch keine Sippenhaft, bis jetzt hat die SPD viel für die Gleichstellung der Frauen getan, bis jetzt haben in der SPD auch demokratisch zustande gekommene Entscheidungen Respekt gefunden - auch wenn sie die eigene Meinung nicht unbedingt trafen -. Der Geist, der aus den oben zu lesenden "kritischen" Kommentaren spricht, lässt mich nachdenklich werden und mich nach 47-jähriger Mitgliedschaft fragen, ob ich denn noch in der richtigen Partei bin.
Zuerst einmal geht es doch wohl darum, eine Wahl zu gewinnen, um zumindest die Chance zu haben, sozialdemokratische Politik zu realisieren. Wir müssen den Wählern nicht nur inhaltliche Angebote und Alternativen bieten, sondern auch personelle. Ideologien und IdeologInnen sind nicht mehr gefragt. Wir brauchen Köpfe. Die aktuellen Probleme verlangen KandidatInnen, die nach vorne schauen, die den Eindruck vermitteln, dass sie in der Lage sind, für die anstehenden Probleme Lösungen zu entwickeln, die sie dann auch in der Lage sind, umzusetzen. Und da tut es mir schon fast leid, dass hier zwei engagierte Frauen aufeinander treffen, die beide ein Mandat ausfüllen können. Das Abstimmungsergebnis hat das wohl ausreichend deutlich gemacht.
Aber Entscheidung muss sein: Doris scheint die notwendige Offenheit und das entsprechende Wissen und Durchsetzungsvermögen mitzubringen, um auch andere, die nämlich, die sie wählen sollen, zu überzeugen.
Die Frage ist doch, wo bekommen wir auch in Zukunft qualifizierte Bewerber für die öffentlichen Mandate her, die auch außerhalb eines Ortsvereins für wählbar gehalten werden!
L.K.
2am 26. Januar 2012 um 13:42 Uhr
Ich würde mich freuen, wenn Fr. Schröder - Köpf eine faire Chance erhalten würde, IHRE politische Meinung und Einstellung vertreten zu können und dabei nicht immer mit ihrem Mann verglichen wird. Gerhard Schröder war lange der große Symphatieträger der Sozialdemokraten. Er hat einige sehr unpopuläre Entscheidungen treffen müssen. Einige waren gut, andere weniger.
Er hat dadurch sein Amt aufs Spiel gesetzt, zum Wohle seines Landes und seiner Partei. Aber das vergessen viele....
Lieber immer zu allem ja und Amen sagen.....und den nuen bloss keine Chance geben.
Liebe Platzhirsche, ihr und der linke Flügel seid es ,die die SPD kaputt machen.....
Aber ist ja so...jungen Leuten und denen die ideen haben, machst ihr es ja immer schwer!!!
U. Hummel
3am 25. Januar 2012 um 12:54 Uhr
Was soll das, Deutschland war froh, den Schröder endlich los zu sein und nun fühlt sich seine Ehefrau dazu berufen auch Unheil in der Politik anzurichten.
Frau Schröder-Köpf, lassen sie es. Sie schaden der Partei und sie schaden Deutschland.
Schaper, Werner
4am 25. Januar 2012 um 11:03 Uhr
ich habe nichts gegen die frau schröder - köpf, aber sollte sie nicht lieber ihren gatten ( der hat schon genug unheil angerichtet ) auf seinen reisen begleiten?
diese leute wollen sich doch nur profilieren auf kosten anderer die schon jahrzehnte politik für den kleinen mann bzw. frau machen.
was soll ein bürger davon halten, wenn frau schröder - köpf`s ehemann, herrn putin als lupenreinen demokraten bezeichnet?
liebe frau schröder - köpf lassen sie ihre kandidatur fallen und treffen sie sich lieber mit herrn maschmeier und frau ferres zu tee. sie tun sich und der partei keinen gefallen.
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